Mein Motorrad und ich

Gemeinschaft

Zum einen grüßen sich viele Motorradfahrer. Manche hingegen grüßen gar nicht, andere nur bestimmte Typen. Ich grüße immer zurück, von mir aus grüße ich eher selten. Mir ist noch nicht so ganz klar, warum ich den anderen grüßen soll. Nur weil er Motorrad fährt? Und in der Stadt nicht?

Aber vielleicht ist es ja eine andere Art des Sich-Anschauens. Wenn ich zu Fuß unterwegs bin fällt mir auf, wie selten sich die Menschen anschauen, wenn sie aneinander vorbeigehen. Und noch seltener, dass sie einander grüßen würden.

Aber vielleicht hat es etwas damit zu tun, aus der anonymen Masse herauszuragen und gesehen zu werden. Also ich denke darüber nach.

Was ganz anderes ist, dass ich, vielleicht über das Surfen, das ruhige Dahingleiten schätzen gelernt habe. Und damit war für mich auch klar, dass ich nicht durch Ortschaften durchheize, sondern mich schlicht und einfach an Regeln halte. Und andere nicht durch Lärm belästige.

Und das ist mein Wunsch überhaupt, wenn ich mit anderen zusammen bin, dass man sich genau so verhält wie auf dem Motorrad. Und nicht, kaum ist man abgestiegen und hat den Helm abgenommen, wieder die innere Stille mit Oberflächlichkeiten und Belanglosigkeiten zu füllen sucht.